Was ist ein Leihkoch?

 

Ein Leihkoch ist ein angestellter Koch, der von seinem Arbeitgeber an andere Betriebe verliehen wird. Er ist im Entleihenden Betrieb an Dienstzeiten und Weisungen gebunden. Sein Gehalt ist festgelegt und seine Arbeitseinsätze werden vom Arbeitgeber vorgeschrieben und die Möglichkeit Einsätze abzulehnen ist im Regelfalle keine Option. Leihköche arbeiten meist für eine Zeitarbeitsfirma. Ein Leihkoch hat alle Rechte und Pflichten eines versicherungspflichtig Beschäftigten. 

 

 

Welche Risiken sind mit dem Einsatz von Leihköchen verbunden?

 

Solange sich der Verleiher an die gesetzlichen Vorgaben hält besteht hier kein Grund zur Besorgnis. Allerdings haftet

der Entleiher gegebenenfalls dann für die Schäden, die dem Leiharbeiter aus ungültigen Tarifabschlüssen entstehen

oder falls der Verleiher nicht zahlungsfähig ist. 

 

Der Kunde (Entleiher) ist auch für Nachzahlungen von Renten und Sozialversicherungsbeiträgen an Versicherungsträgern

in der Haftung, die diesen bei nicht angemessener Entlohnung der Leiharbeiter durch die Zeitarbeitsfirma entgangen sind. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit einer Zeitarbeitsfirma haftet in der Regel der Entleiher, also der Kunde für alle noch zu leistenden Lohnzahlungen, auch wenn die Dienstleistung schon bei der Zeitarbeitsfirma bezahlt wurde.

 

 

Leiharbeiter und Mindestlohn.

 

Auch hierbei gilt! Solange sich der Verleiher an die gesetzlichen Vorgaben hält besteht hier kein Grund zur Besorgnis.

Allerdings haftet der Entleiher gegebenenfalls für nicht gezahlten Mindestlohn. Der Kunde ist nachweispflichtig, das die Leiharbeiter entsprechend dem Mindestlohngesetz entlohnt werden, dazu muss er von der Verleihfirma einen Nachweis

/eine Erklärung einfordern, in welcher der Verleiher dem Kunden verbindlich zusichert seine Mitarbeitern entsprechend dem Mindestlohngesetz zu entlohnen. 

 

Auch mit einer solchen Erklärung ist der Kunde allerdings immer in der Haftung falls die Verleihfirma die geltenden Gesetzte nicht einhält. das Risiko trägt allein der Betrieb welcher sich Leiharbeiter ausleiht. Wie im vorherigen Text haftet auch hier der Kunde gegenüber dem Leiharbeiter und dem Finanzamt, sowie dem Sozialversicherungsträger.

  

 

Leiharbeiter und die Dokumentationspflicht.

 

Der Betrieb, in welchem ein Leiharbeiter im Einsatz ist, hat auch die Pflicht die Einsatzzeiten zu dokumentieren. Datum, Arbeitsbeginn, Arbeitsende, ggf. Pausen, Stundenzahl, 5 Zeilen pro Arbeiter und Tag. Die Stundennachweise der Zeitarbeitsfirma ist meist schon entsprechend aufgebaut. Diese zu führen ist allerdinges unumgänglich, da die Leiharbeiter auf diese Weise abgerechnet werden.